Ort · Geschichte · Gegenwart

Neue Synagoge Düsseldorf

Düsseldorf · Nordrhein-Westfalen

Aktive Synagoge
Geschichte & Informationen

Die Neue Synagoge Düsseldorf ist das religiöse Zentrum der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und befindet sich am heutigen Paul-Spiegel-Platz. Das Gotteshaus wurde nach Plänen des Frankfurter Architekten Hermann Zvi Guttmann errichtet und am 7. September 1958, zu Rosch ha-Schana, feierlich eingeweiht.

Der Neubau entstand in einer Zeit des Wiederaufbaus jüdischen Lebens in Deutschland nach der Shoah. Bereits 1953 begann die Düsseldorfer Gemeinde mit den Planungen für eine neue Synagoge und ein Gemeindezentrum. Am 9. November 1956 wurde der Grundstein gelegt. Zwei Jahre später konnte der neue Gebäudekomplex eröffnet werden.

Architektonisch gehört die Synagoge zu den bedeutenden jüdischen Sakralbauten der deutschen Nachkriegsmoderne. Charakteristisch sind der helle, nahezu ovale Baukörper, die geschwungenen Formen und die flache, mit Kupfer gedeckte Kuppel. Die Außenwände sind mit hellen Natursteinplatten verkleidet. Große, vertikal gegliederte Fenster und die zurückhaltende Gestaltung verleihen dem Gebäude einen zugleich monumentalen und geschützten Charakter.

Über dem Haupteingang befindet sich eine hebräische Inschrift aus Psalm 26,8. Im Inneren bietet die Synagoge rund 400 Plätze: etwa 250 Plätze im Hauptraum und weitere 150 Plätze auf der Empore.

Die Neue Synagoge ist bis heute Mittelpunkt des religiösen und gemeinschaftlichen Lebens der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Zusammen mit dem angrenzenden Gemeindezentrum steht sie zugleich für den Wiederaufbau jüdischer Gemeinden in Deutschland nach 1945 und für die Kontinuität jüdischen Lebens in Düsseldorf.

Прокрутить вверх